Bekleidung und Mode in Deutschland

- 37.130Geschäfte
- 4,5je 10.000 Einwohner
- 10,3 %Anteil am Einzelhandel
- 37 %Filialanteil
Bekleidung und Mode ist eine der größten Branchen im innerstädtischen Einzelhandel. Erfasst sind Bekleidungsgeschäfte, Boutiquen, Accessoires, Taschen und Lederwaren, in OpenStreetMap vor allem shop=clothes, boutique, fashion_accessories und bag. Die Spanne reicht von großen Modeketten über Textildiscounter bis zu inhabergeführten Boutiquen.
Die Modebranche steht unter starkem Druck durch den Onlinehandel und verändert sich deshalb schneller als viele andere Branchen. Läden, die bestehen, setzen auf Beratung, kuratierte Sortimente, Änderungsservice, Veranstaltungen und die Verbindung mit einem eigenen Onlineshop. Saisonware und Vororder machen eine sorgfältige Liquiditäts- und Abverkaufsplanung notwendig.
Verteilung nach Bundesland
Je 10.000 Einwohner gerechnet ist die Branche in Mecklenburg-Vorpommern am dichtesten vertreten (6,7), in Brandenburg am dünnsten (3,7). Stadtstaaten und Flächenländer sind nur eingeschränkt vergleichbar, weil ländliche Räume die Dichte senken.
In absoluten Zahlen liegt Nordrhein-Westfalen mit 7.593 Geschäften vorn, gefolgt von Bayern (6.288).
Städte mit den meisten Geschäften
Absolut
Je 10.000 Einwohner (ab 50.000 Einw.)
- Passau: 17,4
- Neumünster: 15,0
- Konstanz: 12,8
- Trier: 12,1
- Ravensburg: 12,1
- Fulda: 10,8
- Aschaffenburg: 10,8
- Neubrandenburg: 10,8
- Schwerin: 10,7
- Kempten: 10,6
- Baden-Baden: 10,5
- Lüneburg: 10,5
In allen Städten ab 20.000 Einwohnern zusammen sind 27.070 Geschäfte dieser Branche erfasst, 5,4 je 10.000 Einwohner. Am wenigsten dicht besetzt sind unter den größeren Städten Stolberg (1,6), Dormagen (1,6) und Herten (1,7).
Ketten im Überblick
Rund 37 % der erfassten Geschäfte tragen in OpenStreetMap eine Marke. Je höher dieser Filialanteil, desto stärker ist eine Branche von Ketten geprägt.
Kalkulation: amtlicher Vergleichswert
Statistisch gehört die Branche zum Wirtschaftszweig 47.7 („Einzelhandel mit sonstigen Gütern (in Verkaufsräumen) “). Dort lag die Rohertragsquote im Berichtsjahr 2017 bei 37,0 %, der Personalaufwand bei 15,8 % des Umsatzes. Quelle ist das Statistische Jahrbuch 2019, der Einzelhandel insgesamt kam auf 31,3 Prozent. Mit dem Kalkulationsrechner vergleichen
Tipp
Plane Reduzierungen für Saisonware von Anfang an in die Kalkulation ein, damit der Abverkauf nicht die gesamte Spanne aufzehrt.
Häufige Fragen
Wie viele Mode gibt es in Deutschland?
In OpenStreetMap sind 37.130 Geschäfte erfasst (Stand 11.10.2026), das sind 4,5 je 10.000 Einwohner und 10,3 % aller Einzelhandelsgeschäfte.
In welchem Bundesland gibt es die meisten Mode je Einwohner?
Mecklenburg-Vorpommern mit 6,7 Geschäften je 10.000 Einwohner.
Was zählt zur Branche Bekleidung und Mode?
Gezählt werden Geschäfte mit shop=clothes, fashion, boutique, fashion_accessories, bag, leather, lingerie, wool.
Welche Kette hat bei Mode die meisten Filialen?
KiK mit 2.136 erfassten Filialen.
Quellen und Stand
Stand: OSM 11.10.2026
Auswertung und Texte: Redaktion Einzelhandel.org. Fehler gefunden? Schreib uns.