Baumärkte und Heimwerkerbedarf in Deutschland

- 13.100Geschäfte
- 1,6je 10.000 Einwohner
- 3,6 %Anteil am Einzelhandel
- 23 %Filialanteil
Baumärkte und Heimwerkerbedarf umfassen große Bau- und Heimwerkermärkte, Eisenwarenhandlungen, Farben- und Tapetengeschäfte, Fliesen-, Boden- und Baustoffhandel. In OpenStreetMap sind sie unter shop=doityourself, hardware, paint, trade, tiles und flooring erfasst. Großflächige Märkte liegen meist an Fachmarktstandorten, Eisenwaren und Farben auch in Innenstädten.
Die Branche lebt von Beratung bei Projekten, Verfügbarkeit und Service wie Zuschnitt, Farbmischung oder Lieferung. Kleine Fachhändler bedienen häufig auch Handwerksbetriebe, was die Regelbesteuerung mit ausgewiesener Umsatzsteuer praktisch zwingend macht. Viele Baumärkte führen Elektrogeräte und unterliegen dann den Rücknahmepflichten des Elektrogesetzes.
Wo es die meisten Baumärkte gibt
Spitzenreiter bei der Dichte ist Thüringen (2,4 je 10.000), Schlusslicht Berlin (0,7). Stadtstaaten und Flächenländer sind nur eingeschränkt vergleichbar, weil ländliche Räume die Dichte senken.
In absoluten Zahlen liegt Bayern mit 2.415 Geschäften vorn, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (2.410).
Städte mit den meisten Geschäften
Absolut
Je 10.000 Einwohner (ab 50.000 Einw.)
- Schweinfurt: 4,8
- Euskirchen: 3,7
- Wetzlar: 3,7
- Witten: 3,4
- Offenburg: 3,2
- Bad Kreuznach: 3,1
- Elmshorn: 3,1
- Ibbenbüren: 3,1
- Garbsen: 3,0
- Regensburg: 3,0
- Langenhagen: 3,0
- Ahlen: 2,9
In allen Städten ab 20.000 Einwohnern zusammen sind 7.324 Geschäfte dieser Branche erfasst, 1,5 je 10.000 Einwohner. Am wenigsten dicht besetzt sind unter den größeren Städten Stolberg (0,2), Herten (0,3) und Gelsenkirchen (0,3).
Ketten im Überblick
Rund 23 % der erfassten Geschäfte tragen in OpenStreetMap eine Marke. Je höher dieser Filialanteil, desto stärker ist eine Branche von Ketten geprägt.
Rohertrag und Kosten laut Destatis
Statistisch gehört die Branche zum Wirtschaftszweig 47.5 („Einzelhandel mit sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf (in Verkaufsräumen) “). Dort lag die Rohertragsquote im Berichtsjahr 2017 bei 40,7 %, der Personalaufwand bei 17,2 % des Umsatzes. Quelle ist das Statistische Jahrbuch 2019, der Einzelhandel insgesamt kam auf 31,3 Prozent. Mit dem Kalkulationsrechner vergleichen
Tipp
Gewerbliche Kundschaft braucht Rechnungen mit Umsatzsteuer und oft Zahlungsziele. Plane das in Kasse und Liquidität ein.
Häufige Fragen
Wie viele Baumärkte gibt es in Deutschland?
In OpenStreetMap sind 13.100 Geschäfte erfasst (Stand 11.10.2026), das sind 1,6 je 10.000 Einwohner und 3,6 % aller Einzelhandelsgeschäfte.
In welchem Bundesland gibt es die meisten Baumärkte je Einwohner?
Thüringen mit 2,4 Geschäften je 10.000 Einwohner.
Was zählt zur Branche Baumärkte und Heimwerkerbedarf?
Gezählt werden Geschäfte mit shop=doityourself, hardware, paint, trade, building_materials, tiles, flooring, bathroom_furnishing, doors, windows, fireplace, security, energy, power_tools, tools, wood.
Welche Kette hat bei Baumärkte die meisten Filialen?
Würth mit 384 erfassten Filialen.
Quellen und Stand
Stand: OSM 11.10.2026
Auswertung und Texte: Redaktion Einzelhandel.org. Fehler gefunden? Schreib uns.