Feinkost, Bio und Spezialitäten in Deutschland

- 17.673Geschäfte
- 2,1je 10.000 Einwohner
- 4,9 %Anteil am Einzelhandel
- 7 %Filialanteil
Diese Gruppe umfasst spezialisierte Lebensmittelgeschäfte: Feinkost und Delikatessen, Obst und Gemüse, Käse, Süßwaren und Schokolade, Kaffee und Tee, Fisch, Gewürze, Bioläden, Reformhäuser und Hofläden. In OpenStreetMap sind das unter anderem shop=deli, greengrocer, confectionery, coffee, tea, organic und farm.
Gemeinsam ist diesen Geschäften die Spezialisierung. Sie konkurrieren nicht über den Preis mit dem Supermarkt, sondern über Qualität, Auswahl, Herkunft und Beratung. Für Gründer ist die Gruppe attraktiv, weil sie mit kleinen Flächen auskommt. Wichtig sind Hygienevorschriften, Kennzeichnungspflichten und der Grundpreis bei loser und abgepackter Ware.
Wo es die meisten Feinkost gibt
Spitzenreiter bei der Dichte ist Schleswig-Holstein (3,1 je 10.000), Schlusslicht Sachsen-Anhalt (1,2). Unterschiede entstehen durch Siedlungsstruktur, Tourismus und die unterschiedlich gründliche Kartierung.
Absolut betrachtet führt Bayern mit 3.386 Läden vor Nordrhein-Westfalen (3.022).
Wo Feinkost besonders häufig sind
Absolut
Je 10.000 Einwohner (ab 50.000 Einw.)
- Euskirchen: 9,3
- Friedrichshafen: 6,2
- Tübingen: 4,8
- Heidelberg: 4,5
- Ravensburg: 4,4
- Lübeck: 4,3
- Passau: 4,1
- Lüneburg: 3,6
- Erlangen: 3,6
- Waiblingen: 3,5
- Rosenheim: 3,5
- Ludwigsburg: 3,4
In allen Städten ab 20.000 Einwohnern zusammen sind 9.795 Geschäfte dieser Branche erfasst, 2,0 je 10.000 Einwohner. Am wenigsten dicht besetzt sind unter den größeren Städten Nordhorn (0,2), Salzgitter (0,4) und Heidenheim an der Brenz (0,4).
Die größten Ketten der Branche
Rund 7 % der erfassten Geschäfte tragen in OpenStreetMap eine Marke. Je höher dieser Filialanteil, desto stärker ist eine Branche von Ketten geprägt.
Kalkulation: amtlicher Vergleichswert
Laut Statistischem Bundesamt kam der Wirtschaftszweig 47.2 2017 auf eine Rohertragsquote von 32,9 % bei einem Personalaufwand von 15,5 %. Quelle ist das Statistische Jahrbuch 2019, der Einzelhandel insgesamt kam auf 31,3 Prozent. Mit dem Kalkulationsrechner vergleichen
Tipp
Feinkostläden profitieren von Kombinationen: Verkauf, Verkostung, Geschenkkörbe und ein kleines Café bringen unterschiedliche Anlässe für einen Besuch.
Häufige Fragen
Wie viele Feinkost gibt es in Deutschland?
In OpenStreetMap sind 17.673 Geschäfte erfasst (Stand 11.10.2026), das sind 2,1 je 10.000 Einwohner und 4,9 % aller Einzelhandelsgeschäfte.
Welches Land hat die höchste Dichte an Feinkost?
Schleswig-Holstein mit 3,1 Geschäften je 10.000 Einwohner.
Was zählt zur Branche Feinkost, Bio und Spezialitäten?
Gezählt werden Geschäfte mit shop=deli, greengrocer, cheese, confectionery, chocolate, coffee, tea, seafood, spices, health_food, farm, organic, frozen_food, dairy, nuts, pasta, food, honey, ice_cream.
Welcher Anbieter hat die meisten Feinkost?
Tchibo mit 471 erfassten Filialen.
Quellen und Stand
Stand: OSM 11.10.2026
Auswertung und Texte: Redaktion Einzelhandel.org. Fehler gefunden? Schreib uns.